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Besondere Projekte
1. Frühförderung
ein halbes Jahr vor der Einschulung
Unser pädagogischer Grundsatz ist, dass jedes Kind ohne jede Hürde, frei von Ängsten und mit Freude in die Grundschule aufgenommen wird und dort auch bleibt.
Uns ist bewusst, dass Schulbeginn nicht Lernbeginn bedeutet und die unterschiedlichsten Vorerfahrungen eines jeden Kindes das Lernen in der Schule prägen. Wir möchten gezielt an das vorschulische Lernen der Kinder anknüpfen und bieten daher den zukünftigen Schulanfängern in Kooperation mit den Kitas und Kindergärten ein Frühförderprojekt in den Bereichen Mathematik und Lesen an.
Ein halbes Jahr vor Schulantritt treffen sich die Kindergartenkinder einmal in der Woche mit ihren zukünftigen Paten und Lehrerinnen.
Ziele: Wir wollen
- die Kinder in ihrer Persönlichkeit und mit ihren Stärken und Schwächen kennen lernen
- die Vorfreude der Kinder auf die Schule wecken
- den Kindern einen fließenden, angstfreien Übergang zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule ermöglichen
- den Kindern vielfältige Begegnungsmöglichkeiten mit den Lehrerinnen und ihren zukünftigen Mitschülern ermöglichen
- den Kindern Sicherheit zum Schulbeginn geben, indem wir sie mit den Räumlichkeiten der Schule und bestimmten Ritualen vertraut machen
- Informationen über das vorschulische Lernen erhalten
- die bisherige Lernentwicklung der Kinder kennen lernen
- lernfördernde und lernhemmende Bedingungen jedes einzelnen Kindes einschätzen können
- durch intensive Gespräche mit Eltern und Erziehern gegebenenfalls die Zeit bis zum Schulbeginn für Interventions- und Fördermaßnahen zu nutzen
Mathematische Frühförderung
Die Förderung der mathematischen Kompetenz bedeutet im Kindergartenalter und der Schuleingangsphase vor allem, die Neugierde des Kindes hinsichtlich des Umgangs mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen zu fördern und zu nutzen. Eine Möglichkeit dem Bildungs- und Erziehungsziel gerecht zu werden, ist über Zahlenprojekte den Umgang mit Zahlen und Mengen sowie typisch mathematischen Denkweisen bei Kindern spielerisch zu entwickeln.
Die Inhalte unserer mathematischen Frühförderung lehnt sich an „Das kleine Zahlenbuch“ von Müller Wittmann an.
Das kleine Zahlenbuch
für 4 bis 7-jährige Kinder
von Gerhard N. Müller und Erich Ch. Wittmann
Teil 1: Spielen und Zählen
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Teil 2: Schauen und Zählen
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Frühförderung im Lesen
Beim Leseprojekt werden spannende Bilderbücher von den Schulkindern „(book-buddies“- Buchkumpel)) der dritten Klassen in „Lesezelten“ vorgetragen. Anschließend können die Kinder den Inhalt beim Malen, Singen und Spielen umsetzen.
Hier können schon entscheidende Weichen für die Leselern-Laufbahn gestellt werden.
Die Kinder erfahren, dass
- Lesen etwas Aufregendes ist- man kann Neues, Spannendes erfahren
- Lesen Spaß macht
- man zu einem Bilderbuch malen, basteln, spielen und singen kann
Nicht zuletzt steht außerdem ganz allgemein die Förderung einer lebendigen Sprach- und Erzählkultur im Mittelpunkt der Leseförderung im Vorschulbereich. Vielleicht werden die Kinder werden evt. im Freizeitbereich motiviert, selbst nach Büchern zu suchen, die sie vorgelesen bekommen wollen…
Wie die Bilder zeigen, bereiten die Frühförderprojekte allen Beteiligten große Freude.
2. Jeki- Projekt
Jedem Kind ein Instrument
Die Petri-Grundschule nimmt ab nächstem Schuljahr am Jeki- Projekt teil.
Das Programm JEKI ergänzt den Musikunterricht und tritt nicht an seine Stelle. Alle teilnehmenden Kinder im ersten Schuljahr erhalten von Musikschulpädagogen eine spielerische Einführung in die Musik. Den Unterricht gestalten Musikschullehrer und Grundschullehrer gemeinsam. Die Erstklässler lernen eine Vielzahl an Instrumenten kennen. Anschließend wählen die Kinder im zweiten Schuljahr aus, welches Musikinstrument sie erlernen möchten. Sie erhalten dieses dann als Leihgabe nicht nur für den Unterricht sondern auch zum Üben zu Hause. In Kleingruppen lernen sie, die Instrumente zu spielen.
Von der dritten Klasse an kommt zum Instrumentalunterricht das Ensemblespiel im Kinderorchester hinzu. Jahrgangsübergreifend üben die kleinen Schüler und Schülerinnen einmal wöchentlich das Zusammenspiel als Schulorchester. Am Ende eines jeden Schuljahres steht ein großes Abschlusskonzert.
Ruhr Nachrichten - JeKi-Projekt in Dortmund
3. TrinkFit
Eine Tasse Wasser mehr pro Tag
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Dortmund. Trinkwasser statt süßer Softdrinks: In
Dortmund ist gestern der Startschuss gefallen für
eine bundesweite Studie: Sie soll die Trinkgewohnheiten
von Schulkindern untersuchen und
ihnen Wasser schmackhaft machen.
Von Michael Schmitz Dortmund, Aula der Petri-
Grundschule. Während der Unterrichtszeit tröpfeln
ab und zu Kinder in den großen Saal und dackeln
zielstrebig auf eine schlanke Säule zu.
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Es zischt und sprotzelt, dann haben sie ihren
Plastiktrinkbecher mit Leitungsgewasser gefüllt.
Pur, oder etwas aufgepeppt, mit sprudelnder
Kohlensäure. "Lecker", sagt Dunja und ihre
Klassenkameradin Lisa ergänzt: "Das macht Spaß."
"Das", was Lisa meint, ist die Teilnahme der Kinder an der Studie "Trink fit - mach mit" des Dortmunder
Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE). Dabei können 1700 Dortmunder Schulkinder, wann immer sie
wollen, ihren Becher füllen und trinken. "Die Kinder sind ganz begeistert vom Trinken", sagt Marita Becker,
Leiterin der Schule im Dortmunder Klinikviertel.
Anlass für die Untersuchung: "Wir wissen, dass Kinder zuwenig trinken und zuviel süße Säfte trinken. Ein hoher
Verzehr von gezuckerten Erfrischungsgetränken gilt als Risikofaktor für Übergewicht bei Kindern", sagt Dr.
Mathilde Kersting vom FKE und Projektleiterin der Studie. Innerhalb eines Jahres wollen die Dortmunder
Forscher herausfinden, ob sich das Gewicht der Kinder angemessen und normal entwickelt, wenn sie
Leitungswasser statt Softdrinks trinken.
Wasser kann dazu einen Beitrag leisten, glaubt Dr. Stefan Koch vom Bundesverband der Deutschen Gas- und
Wasserwirtschaft (BGW), der die sechsstelligen Kosten für die Untersuchung zusammen mit dem Bundesministerium
für Ernährung und Verbraucherschutz finanziert. "Wasser hat keine Kalorien, keine Geschmacksverstärker,
keine Zusatzstoffe", sagt er.
Für Mathilde Kersting ist das Trinkverhalten der Deutschen generell ein kulturelles Problem. "In Italien oder
Frankreich wird in Restaurants zum Essen sofort eine kostenlose Flasche Wasser auf den Tisch gestellt. Und
in den meisten Familien hier ist es nicht selbstverständlich, dass die Kinder Zugang zu Wasser als Getränk
zum Durstlöschen haben", sagt die Forscherin. Solche Hindernisse werden bei der Studie von vornherein
ausgeräumt. Das "Lebensmittel Nr.1" soll "barrierefrei" unter die kleinen Leute gebracht werden. Auch während
des Unterrichts. In 17 Schulen in Dortmund wurden 19 leitungsgebundene Trinkwassersprudler installiert.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, betont Stefan Koch, fördert nach einer Paderborner Studie auch die
Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Kinder.
Sollte sich die Arbeitshypothese der FKE-Forscher bewahrheiten, dass sich Übergewicht vermeiden lässt, wenn
die Kinder Leitungswasser statt süßer Softdrinks trinken, will Stefan Koch das Dortmunder Modell
"missionarisch" bundesweit an alle Schulen herantragen. Für die Dortmunder Wissenschaftler ist die Studie
eine spannende, große Herausforderung: Schaffen sie es, bei den Kindern eine langfristige Verhaltensveränderung
bei den täglichen Trinkgewohnheiten zu erzielen? "Eine Tasse Wasser mehr pro Tag, das ist die
Botschaft", sagt Projektleiterin Mathilde Kersting.
Übrigens macht auch Schulhund Mika, der tierisch-therapeutische Lehrer der Kinder an der Petri-Grundschule,
bei "Trink fit" mit. Allerdings, sagt Schulleiterin Marita Becker, schlabbert er das Leitungswasser lieber ohne
Kohlensäure.
Quelle: Westfälische Rundschau 19.10.2006
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